Presseinformation - 20 Jahre Isarhechte


Ob lesbisch oder schwul, wir sind supercool! - Schwimmverein „Isarhechte“ wird 20

Was 1997 als Initiative von vier schwulen Männer begann, wurde schnell eine Erfolgsgeschichte: Die Isarhechte München e.V. sind heute ein lebendiger Teil der hiesigen LGBT-Community.

Der Gründungstag der Isarhechte war der 4. Dezember 1997. Das Hauptmotiv der Schwimmer war damals, sich bei Turnieren anmelden zu können. Das taten sie – mit Erfolg: „Nur wenige Tage später fand in Frankfurt das traditionelle Xmas-Schwimmen statt, bei dem unser Verein gleich den ersten Platz holte“, erinnert sich Joachim Hold, ein „Hecht“ der ersten Stunde. Nach kurzer Zeit traten die ersten Frauen ein, die Isarhechte firmierten bald als Schwimmverein für „Lesben, Schwule and friends“.

Schon ein Jahr später stand ein weiteres Highlight an: die Gay Games in Amsterdam. „Die sportlichen Leistungen waren sicher wichtig, aber im Vordergrund standen immer die Freude und der Spaß, den wir als Gruppe hatten“, bringt Silke Vlecken, frühere Leistungsschwimmerin und langjähriges Mitglied, die Vereinsphilosophie auf den Punkt. Aus dieser Zeit stammt auch der Schlachtruf „Ob lesbisch oder schwul, wir sind supercool, ob gute oder schlechte, wir sind die Isarhechte!“ – untermalt von lautem Kuhglocken-Geläut.

Einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte waren die Eurogames 2004 in München, bei denen die Stadt, Vereine und Institutionen mit großem Erfolg zusammenarbeiteten. „Viele Isarhechte engagierten sich in der Planung und Organisation der Spiele. Außerdem stellten wir den Schwimmwettkampf für 641 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 19 Ländern auf die Beine – und gewannen insgesamt 15 Medaillen“, erklärt Dagmar Prommersberger, damals im Team das für das Turnier verantwortlich war.

Neben der Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen ist das Starnberger See Schwimmen ein fester Termin im Kalender der Isarhechte. Mit über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stellen sie inzwischen das größte Team bei der traditionellen Seequerung im August.

Sport und Fitness sind jedoch nur eine Seite des Vereinslebens. Von Anfang an hatten die Isarhechte ihren festen Platz in der schwul-lesbischen Gemeinschaft Münchens. Ihre Auftritte beim CSD waren und sind ein Hingucker: ob als Schwimmbäder „verkleidet“, ob als Hecht aus dem Vereinslogo oder mit fahrender Badeente. Als Markenzeichen immer dabei: blaue Puschel und die dazu passende Choreographie.

Bei allem Fun setzt der Verein jedoch auch politische Zeichen. Ein schwuler Papst führte 2005 die Isarhechte an – Ausdruck der Kritik an der homofeindlichen Haltung der katholischen Kirche. 2013 machten die Isarhechte mit der Aktion „Danke, Bundesverfassungsgericht!“ auf die bis heute von der deutschen Politik verschleppte Gleichstellung der Homo-Ehe aufmerksam. Unter dem Eindruck des Attentats auf einen Schwulenclub in Orlando gedachte der CSD-Auftritt 2016 mit dem Aufruf „Stop killing us!“ der Opfer.

Außerdem engagieren sich Isarhechte für die Community in Ländern, in denen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender immer noch verfolgt werden, wie etwa in Ungarn oder Russland. Geflüchteten Schwulen und Lesben bietet der Verein Probetrainings und eine vergünstigte Vereinsmitgliedschaft an.

Die Isarhechte haben zwei feste Trainingsbäder in München und trainieren drei Mal pro Woche. Viele der Vereinsmitglieder sind seit vielen Jahren regelmäßig im Wasser. „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir viele Anfänger zu guten und ambitionierten Schwimmerinnen und Schwimmern ausgebildet haben“, sagt Wilhelm Kluß, erster Vorstand der Isarhechte.

Heute hat der Verein etwas mehr 130 Mitglieder. „Was uns besonders freut ist, dass wir auch für jüngere Schwimmerinnen und Schwimmer attraktiv sind“, so Kluß. „Aber mit 20 sind wir ja auch noch ein ganz junger Verein.“


Kontakt:
Barbara Wankerl
2. Vorstand Isarhechte
Nymphenburger Str. 59a
80335 München
Tel.: 089 27273107
Mobil: 0175 5211246

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